Die Problematik bewusster (volitionaler) Entscheidungsakte

Marek Piotr Gajewski

Abstract


Der Autor beginnt seine Analyse der Problematik bewusster Entscheidungsakte mit einer Erörterung verschiedener Konzepte von Bewusstsein, Willen und Freiheit. Letztendlich spricht er sich für das Konzept des Bewusstseins als subjektives Erleben, des Willens als Fähigkeit, Vorsätze zu fassen, und der Freiheit als Fähigkeit des Bewusstseins aus, Entscheidungen ohne äußere Ursache zu treffen. Anschließend stellt er Argumente vor, die gegen die Existenz einer so verstandenen Freiheit sprechen. Zunächst konzentriert er sich auf die Erörterung empirischer Studien (Libet, Haggard und Eimer, Haynes und andere), deren Ergebnisse darauf hindeuten, dass Entscheidungsprozesse im Gehirn ablaufen, bevor sie dem Subjekt bewusst werden. Anschließend argumentiert er auf der Grundlage der Arbeiten von Sam Harris, dass auch die subjektive Perspektive nicht für die Freiheit spricht: Gedanken und Entscheidungen scheinen eher im Bewusstsein aufzutauchen, als von diesem geschaffen zu werden. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass bewusste Entscheidungsakte eher als bewusst wahrgenommene Entscheidungsakte zu verstehen sind. Das Auftreten dieser Akte im Bewusstsein beeinflusst jedoch die weiteren Gedanken und Entscheidungen des Subjekts. Das bedeutet, dass das Bewusstsein als Ursache von Gedanken und Entscheidungen angesehen werden kann, jedoch nicht als aktive, sondern als passive Ursache.

 


Schlagworte


Bewusstsein; Entscheidung; Entscheidungsakt; Wille; Freiheit; freier Wille

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DOI: http://dx.doi.org/10.17951/kw.2026.41.135-156
Date of publication: 2026-09-07 23:36:01
Date of submission: 2026-01-12 21:01:43


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